
Sandeid 2007
Hallo Norwegenangler!
Ich war Ende August für 8 Tage in Sandeid ... und da ich selber immer gerne
Reiseberichte lese habe ich gedacht, ich schreibe jetzt auch mal einen ...
Nun als erstes muss ich wohl erwähnen, das ich mit meiner Freundin dort war
(also kein reiner Angelurlaub)
Ich kenne den Vermieter Asbjørn schon seit einigen Jahren und als
"Norwegeneinstieg" fand ich Sandeid für meine Freundin optimal. Die
Vorankündigung, das es dort seit fast 2 Monaten nur geregnet hat trübte zwar
etwas die Vorfreude, aber was soll es ...
Erstmals wollte ich bei dieser Gelegenheit die "neue" Masterferry
Fährverbindung von Hanstholm nach Kristiansand ausprobieren (Hin- und
Rückfahrt mit 2 Personen und PKW für ca. 150,- € in Comfort Sitzen fand ich
auch ok)
Nun leider war die Hintour etwas durch "Seegang" geprägt, so dass der erste
Eindruck meiner Freundin von Norwegen schlechter hätte nicht sein können.
Obwohl ich von der Sperrung eines Tunnels wusste, habe ich mich schon
frühzeitig für den Weg durch das Gebirge entschieden, da ich diese Strecke
für abwechslungsreicher und schöner halte...
Die Sperrung und Umfahrung war kein Problem und vor allem der Weg über den
Pass war sehr sehenswert. Gut nur das man weis, dass es dort keinen
Gegenverkehr gibt …
Meiner Freundin gefiel die Tour durch das Gebirge und vorbei an endlosen
Wasserfällen so gut, das die „unangenehme Fährüberfahrt“ schnell vergessen
war. Spätestens bei der „Brotzeit“ bei 1100m im Gebirge hatte es ihr die
Natur dieses wunderschönen Landes endgültig angetan.
Bei der Ankunft in Sandeid gegen 22.oo Uhr erwartete uns ein geheiztes, hell
beleuchtetes Haus. Im Kühlschrank lag ein Stück geräucherter Lachs, ein
großes Stück frisches norwegisches Weißbrot lag auf dem Küchentisch und die
Betten waren bezogen. Herrlich … als wenn man nach Hause kommt … genauso war
das Gefühl.
Am nächsten Morgen … dann die „erste Begehung der Anlage“ (ich war seit über
einem Jahr nicht hier) … und einige Überraschungen … bisher hatte Asbjørn
immer ein 17 Fuß Boot mit 30PS Außenborder, mit dem wir größere Touren
gefahren sind doch das hat er ersetzt … und wie … großes Boot mit Kajüte und
90 PS (!!!) Außenborder … Wahnsinn …
Auch im Haus waren mir Veränderungen aufgefallen … etliche Möbel wurden
durch sehr bequeme neue Ledermöbel ersetzt, die Wohnung hat einen
Zentralstaubsauger bekommen … wirklich super … ich finde es immer sehr gut,
wenn die Besitzer sich um die Objekte kümmern, so das diese schön gepflegt
sind.
Dann kam auch schon Asbjørn dazu … „Hello ! Good Morning ! How was the
journey ?“ … Super ! Danke ! Wir sind Zuhause !
“Tonight we go for longline ???” ... Klar, ich hatte meiner Freundin schon
so viel davon erzählt ... „You do the preperations ?!“ Ja, ich mache alle
Vorbereitungen, immerhin kenne ich mich hier aus …
Also, Makrelen aus der Ködertruhe geholt und dann ab zum Frühstück …
Da ich meiner Freundin nicht nur das Fischen zeigen wollte haben wir den
gesamten Tag dazu genutzt uns Norwegen anzusehen … also alles was in (für
norwegische Verhältnisse) unmittelbarer Nähe liegt.
Ich wusste zwar auch vorher wie schön Norwegen ist, aber auch ich war
überrascht …
Abends dann mit Asbjörn raus Langleine legen … und dann haben wir alle
zusammen um das Lagerfeuer am Steg gesessen und uns unterhalten …
Am morgen dann „die Arbeit“ … Langleine einholen … auf dem Weg zu der Leine
stoppt Asbjörn plötzlich das Boot und deutet auf den Wald am Fjordrand …
SUPER ! Ein Adlerpaar in einem Horst … die Natur in Norwegen ist wirklich
Atemberaubend. Da wir nicht so weit an die Tiere heranfahren wollen um sie
nicht zu stören sind die Fotos (mangels Teleobjektiv) nichts geworden … eine
bessere Kamera muss her !!!
Die Langleine selber war durchwachsen … aber ok …
Die Restlichen Tage habe ich dann meiner Freundin bzw. Norwegen gewidmet und
mir die tolle Landschaft angesehen …
Ganz ehrlich: Man(n) muss nicht immer angeln …
Allerdings hat es mich dann doch das eine oder andere Mal gepackt … und die
Fänge waren nicht schlecht …
Leider kam dann die Rücktour … uff … die Fähre war (wohl mal wieder) defekt
… ich hatte zu den normalen ca. 13kg gefrorenem Seefisch noch 20kg Lachs mit
… also kurze Abwägung aller Möglichkeiten und dann den langen Weg über
Schweden … das war mit 26 Stunden Gesamtfahrzeit nicht das von mir erhoffte
Ende, aber meine Freundin meinte zu Hause angekommen, es wäre ihr schönster
Urlaub gewesen UND sie hat mir drei Tage später schon den Termin gegeben
wann WIR 2008 zu Asbjørn fahren, diesmal für 3 Wochen … ich hab sie soooo
lieb ….
Übrigens: Ab nächster Saison vermietet Asbjörn und einige andere in dem
Gebiet auch ohne Zwischenvermittler … wer Interesse hat, dem sei die Seite
www.sandeid-fishing.de empfohlen.
Ich betreue diese Seite aus Deutschland weil Asbjörn als „Naturbursche“ zwar
ambitionierter Jäger und Fischer sowie Pferde- und Kleintierhalter ist, aber
Computer für ihn ein Buch mit sieben Siegeln sind …
Copyrigt: Kevin Krüger